 Dokumenten/Workflow-Management-SystemeGeregelte OrdnungDurch die zahlreichen modernen Kommunikationsmöglichkeiten haben Unternehmen heute mit einer Vielzahl von Dokumenten zu tun: Originaldokumente in Papierform wie Briefe oder Verträge, halbelektronische Dokumente wie Faxe sowie elektronische Dokumente wie E-Mails und Dateien. Bei der Verwaltung dieser Informationen unterstützen Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) in Kombination mit intelligenten Workflows. In vielen Unternehmen ist es immer noch gängige Praxis, Dokumente zu kopieren, auszudrucken, weiterzuleiten, zu verteilen und an dezentralen Orten – leider oft auch in unterschiedlichen Versionen – abzulegen. Es wird also immer schwieriger, die korrekte Information schnell zu finden, weil es kaum noch möglich ist, die Inhalte von sämtlichen Aktenordnern, Festplatten oder E-Mail-Systemen systematisch zu ordnen und immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Die Folge: Mühsame, zeitintensive Suchvorgänge in einem schier unüberschaubaren Berg an Informationen, die manchmal trotz großer Anstrengungen nicht von Erfolg gekrönt sind. Dies führt wiederum zu unwirtschaftlichen Arbeitsabläufen, unzufriedenen Kunden und überlasteten, demotivierten Mitarbeitern. Unternehmen, die sich für ein DMS entscheiden, möchten in der Regel folgende Herausforderungen in den Griff bekommen: die Informationsmenge, die Informationsvielfalt und den Organisationsaufwand. Informationsmenge: Wenn die aufzubewahrenden Papierberge und die wachsende elektronische Informationsmenge zum Problem werden, müssen die Dokumente kostengünstig archiviert werden. Informationsvielfalt: Liegt die Herausforderung in der Vielfalt, muss die schnellere Verfügbarkeit und effizientere Nutzung der Informationen das Ziel sein – die Hauptaufgabe eines DMS. Organisationsaufwand: Ist der Organisationsaufwand in der Vorgangsbearbeitung zu hoch, muss er durch effizientere Prozesse reduziert werden. Dies ist bei Unternehmen mit komplexen Prozessen der Fall, zum Beispiel bei vielen Abteilungen, die in zahlreiche Vorgänge eingebunden
sind. Hier sind Dokumente nicht nur Informationsträger, sondern auch Medien zur Organisation von Abläufen oder internen und externen Geschäftsfällen: zum Beispiel Formulare, deren Laufweg einen festgelegten Prozessablauf von der Antragstellung bis zur Genehmigung − in der Regel durch eine oder mehrere Unterschriften − beschreibt, oder Berichte, zu denen mehrere Stellen einen Beitrag leisten müssen. Dies wird als „geschäftsfallorientierte Bearbeitung“ bezeichnet. Eine effizientere Steuerung dieser Prozesse kann mit Workflow-Komponenten erreicht werden. Alle drei Komponenten – Archivierung, Dokumentenmanagement und Workflow-Management (auch BPM, Business Process Management) – werden in Fachkreisen unter dem Begriff ECM (Enterprise Content Management) zusammengefasst. Dokumentenmanagement ist also zunächst nicht eine technische Fragestellung, sondern ein Problem der Informationslogistik. Technische Fragestellungen sollten erst nach der Festlegung der Geschäftsziele und des Informationsbedarfs des Unternehmens erörtert werden. Eine weitere Aufgabe eines Dokumentenmanagementsystems ist die so genannte Versionskontrolle: Festzuhalten, wann welches Dokument
von wem geändert wurde und welches die genehmigte Schlussversion ist. Mit einer Software für Dokumentenmanagement schaffen Unternehmen eine einheitlich strukturierte, vollständige und zentrale Dokumentenverwaltung: Alle Informationen – gleichgültig, aus welcher Quelle sie ursprünglich stammen – sind jederzeit und an jedem Standort in der korrekten Version abrufbar. -sg- Sage, Frankfurt/Main, Tel. 069/50007-0, www.sage.de   Vom Dokumenten- zum Wissensmanagement Rund um das Produkt werden vielfältigste Dokumente genutzt. Ihre Zahl geht schon in einem einzelnen Projekt in die Hunderte oder Tausende. Grund genug, diese Vielfalt gut zu organisieren und Anwender zu unterstützen, wenn sie die Dokumente nutzen wollen: als Wissensspeicher, Bindeglied in Geschäftsprozessen oder als revisionssicheren Beleg. Dokumentbezogene Prozesse bilden die Basis der virtuellen Produktentwicklung, quer über Disziplinen, Abteilungen und auch Unternehmen hinweg. Doch während das Zeichnungsarchiv gut gepflegt wird, liegen andere Dokumente allzu oft brach. Sie verkümmern in persönlichen Verzeichnissen, hinter Abteilungsschranken oder in unzugänglichen Formaten. Die Ablage im Dateisystem wird schnell zur unzuverlässigen Ansammlung von Dateien, deren Bedeutung zeitraubend ermittelt werden muss.
Dokumente sind aber Wissen über Projekte und Produkte, das möglichst auf Knopfdruck verfügbar sein sollte. Ein PDM/PLMSystem bietet dafür eine logisch zentrale Drehscheibe, die die Daten und Dokumente rund um das Produkt und seine Entstehung geordnet und sicher aufbewahrt. Damit stehen sie unmittelbar zur Verfügung, egal wann, wo oder für wen: ob als Blick auf die Unterlagen abgeschlossener Projekte, auf die Marketingdokumente zur neuen Produktreihe oder auf die Dokumentvorlagen durch den Entwicklungsstandort in Asien. Richtig aufgesetzt, stellt eine in das unternehmensweite Produktdatenmanagement integrierte Dokumentenverwaltung – verbunden mit einer einfachen Nutzung der PDM-Funktionen im Windows- Desktop – einen klaren Mehrwert für die gesamte Entwicklungsorganisation und den einzelnen Anwender dar und schafft die Voraussetzungen für ein effektives Wissensmanagement. Mit Wissensmanagement kann ganz pragmatisch bei den Dokumenten im Unternehmen begonnen werden – schließlich tragen sie den größten Teil zum direkt greifbaren Wissen bei. Doch schon die Informationsbeschaffung gehört in vielen Unternehmen immer noch zu den zeitraubendsten Tätigkeiten. Wissen nutzenBereits hier kann ein PDM-gestütztes
Dokumentenmanagement
seine Stärken ausspielen: Nach
einer gezielten Suche anhand von
Metadaten wie Autor, Titel, Projekt
oder Änderungsdatum werden Ergebnisse
übersichtlich angezeigt,
Vorschaubilder des Dokumentinhalts
helfen zusätzlich bei der
Auswahl. Suchanfragen können
unter einem Namen abgelegt und
jederzeit erneut aktiviert werden.
Natürlich können auch die Dokumentinhalte
bei der Recherche berücksichtigt
werden, wenn Inhalt
und Metadaten intelligent für das
Ranking nach ihrer Relevanz kombiniert
werden wie von Google &
Co. gewohnt. Es empfiehlt sich, Dokumente
systematisch über eine mehrstufige
Stichwortstruktur zu klassifizierten.
Anwender werden durch diese
Struktur in der für sie vorgesehenen
Sprache geleitet, spätere Recherchen
leiden nicht unter Eingabefehlern
oder sprachlichen Missverständnissen.
Eine kombinierte
Metadaten- und Volltextrecherche
ermöglicht flexible Suchoptionen,
wobei die Gültigkeitsmechanismen
im PDM/PLM-System bei den Ergebnissen
den Blick auf den jeweils
aktuellen Dokumentstand lenken.
Mit einem integrierten Vorlagenmanagement
kann darüber hinaus
Unternehmenswissen im Sinne von
„Best Practice“ unternehmensweit
zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise
als Plan, Spezifikationsoder
Checklistenvorlagen.  Dokumente sind oft das Ergebnis
von Teamarbeit. Entwickler
und „Office Worker“ arbeiten dabei
heute oft Projekt-, Auftrags- oder
Produkt-bezogen. Sie möchten
sich deshalb schnell in einem solchen
Kontext orientieren
und die für sie
wichtigen Dokumente
identifizieren können.
Ein PDM/PLM-System
kann solche Zusammenhänge
und die
dazu gehörenden Dokumente
übersichtlich
darstellen. Spielen verschiedene
Sichten eine
Rolle, müssen Ordner
oder Mappen nicht manuell
gepflegt werden,
da beispielsweise eine
Freigabemappe automatisch
versorgt wird,
wenn ein Dokument
freigegeben wird. Autoren können
ein Dokument für einen
bestimmten Zeitraum
reservieren oder auch die parallele
Bearbeitung zulassen. Änderungen
lassen sich durch Versionen dokumentieren
und das Ergebnis durch
Freigabe-Workflows zertifizieren.
Arbeitsergebnisse werden aber
auch von Mitarbeitern anderer Abteilungen
oder sogar Standorte
verwendet. Umso wichtiger ist es,
Dokumente auch ohne besondere
Abstimmung nutzen zu können.
Geltungssicherheit ist hier eine
wichtige Voraussetzung: Ist das Dokument
aktuell oder wird an einer
neuen Version gearbeitet? Ein PDM/
PLM-System informiert auch darüber.
Zudem erschließt die automatische
Umwandlung – zum Beispiel
im Zuge der Dokumentfreigabe – in
neutrale Formate wie tiff, pdf oder
3D-Neutralformate, spezialisierte
CAD- oder Publishing-Dokumente
einem breiten Nutzerkreis im Unternehmen
und darüber hinaus.  Know-how-Schutz und RevisionssicherheitDokumente zur Verfügung zu
stellen und gleichzeitig das mit ihnen
verbundene Wissen zu schützen,
sind zwei Seiten derselben Medaille.
Denn Know-how-Vorsprung
ist für Unternehmen der Garant für
ihren Erfolg. Dieses Know-how gilt
es zu schützen: Sei es, Dokumente
eines Forschungsprojekts nur
einem engen Kreis bereitzustellen
oder Standorte vom Zugriff auf Detailzeichnungen
bestimmter Produktgruppen
auszunehmen. Ein
Rechtesystem kann hier weitreichende
und flexible Möglichkeiten
für den systematischen, praxisgerechten
Know-how-Schutz anbieten.
Darüber hinaus können Dokumente
mit digitalem Schlüssel
aufbewahrt werden, um den strengen
Anforderungen zur Revisionssicherheit
nach GoB (Grundsätze
ordnungsgemäßer Buchführung)
und GDPdU (Grundsätze zum Datenzugriff
und zur Prüfbarkeit digitaler
Unterlagen) zu entsprechen. Garantie- und Haftungsfragen
erfordern die Aufbewahrung
von Dokumenten über Jahre und
Jahrzehnte hinaus, auch wenn
ein Projekt oder eine Produktlinie
schon längst abgeschlossen und
Originalformate nicht mehr geladen
werden können. Ein PDM/
PLM-System hilft dabei, ein dafür
vorgesehenes digitales Archiv mit
automatisch erzeugten Neutralformaten
wie etwa tiff, pdf oder pdf/A
zu versorgen. Bei Bedarf können
auch komplette Projektbestände
auf vorhandene Langzeitmedien
ausgelagert werden. Selbst kleinere Unternehmen
verteilen heute ihre Fertigungsoder
sogar Entwicklungsstandorte
international. Dies bedeutet: Die
Vorteile zentraler IT-Systeme müssen
mit den Anforderungen nach
zeitnaher lokaler Verfügbarkeit
und effektiver Synchronisation der
Standorte verbunden werden. Der
Standort eines Konstrukteurs darf
keine Rolle spielen, wenn er eine
200 oder mehr Megabyte große
CAD-Baugruppe eines anderen
Standorts bearbeiten muss. Nutzung an verteilten StandortenEine Dokumentmanagementlösung
muss hier das intelligente
Management weltweit verteilter Daten
und Dokumente unterstützen.
Die so genannte Vault-Replication
sorgt dabei für die Verteilung
der CAD-Dokumente, Projektdokumentation
und so weiter an
beliebige Standorte auf gezielte
Anforderung oder automatisch
nach hinterlegten Regeln. Intelligentes
Management heißt hier:
Kein pauschaler Abgleich unkonsolidierter
Bestände, der das Weitverkehrsnetz
des Unternehmens
blockiert, sondern regelbasierte
Synchronisation. Bedarfsorientiert
können beispielsweise Zeitfenster
mit geringem Netzaufkommen
ausgenutzt werden. Offline-NutzungTrotz der immer besseren Vernetzung
ist die Möglichkeit, ausgewählte
Daten und Dokumente auch
unabhängig vom zentralen Server
nutzen zu können, eine wichtige
Anforderung. Mittels „Mobile Client“
lassen sich ausgewählte Ausschnitte
aus dem Dokument- und
PDM-Datenbestand, wie etwa die
kompletten Daten eines Projekts,
mitnehmen und unterwegs auch
ohne Online-Verbindung nutzen,
bearbeiten und ergänzen. Klassische
Anwendungsfälle sind das
On-Site Engineering, die Unterwegs-
Bearbeitung durch Projektleiter
oder Vertrieb und die Service-
Unterstützung. Produktdatenmanagement integrierte
Dokumentenverwaltung
erschließt für die gesamte Entwicklungsorganisation
und den
einzelnen Anwender viele Vorteile.
Typische Aufgaben wie Dokumentanlage,
Änderungen und die Ablage
nach Fertigstellung lassen sich
komfortabel vom Windows-Desktop
aus über die PDM/PLM-Plattform
steuern. Versionskontrolle
und Workflows zur gezielten
Freigabe gewährleisten dabei die
Aktualität und Datenqualität und
unterstützen so Compliance-Anforderungen.
Die über ein PDM/PLMSystem
verwalteten Daten und
Unterlagen können zudem über
abgesicherte Prozessketten in andere
Unternehmensanwendungen
wie SAP publiziert werden. Die
Synchronisation von Dokumenten
und Dokumentinhalten mit den
unternehmensweiten Produktdaten
ist auch von Berichtswesen
und Controlling für umfassende
Analysen und Auswertungen
nutzbar, beispielsweise durch die
Integration mit MS Office-Anwendungen
wie Excel. Anwendungen
wie Excel.
Und nicht zuletzt ermöglicht
das Dokumentenmanagement
über ein PDM/PLM-System die
einfache Verbindung zu anderen
Geschäftsobjekten wie Projekt, Artikel,
Stückliste oder Engineering
Change. Dokumenttemplates, die
diese Zusammenhänge darstellen,
unterstützen das Wissensmanagement
in Unternehmen und tragen
durch „Best Pratice“-Vorlagen dazu
bei, dass das interne Know-how
langfristig erhalten bleibt. -sg- |  |  Video: Siemens PLM SoftwareRed Bull Formula Racing One Team  Themen in CAD-CAM REPORT Nov./Dez. 2011PLM IT Business NewsletterUnser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren!  PLM IT Business IN SOCIAL NETWORKSMultimediaSuche nach geometrisch ähnlichen oder identischen Teilen mit dem Klassifikationssystem BCT aClass & Geolus  Automatischer Vergleich verschiedener Zeichnungsrevisionen mit grafischer und tabellarischer Kennzeichnung der Änderungen  engine Magazin: Getting Bigger and BiggerSome people start a company and want to stay small. Skilled craftspeople may be happy making astrolabes for a specialist clientele, for example, or making custom-made furniture...  RSS Feed unseres Partners SCOPE ONLINE |