  Dienstleister im PLM-UmfeldStrategien für PLM Bild: Fujitsu Die Umsetzung von Strategien für das Product Lifecycle Management erfordert Kompetenz und Erfahrung. Unternehmen sollten sich für die Entwicklung und Umsetzung einer PLM-Strategie externe Beratung mit ins Boot nehmen. Schließlich geht es um Projekte, die enorme Auswirkungen auf ein Unternehmen haben. Und: Den Blick über den Tellerrand beherrschen erfahrene PLM-Berater wesentlich besser, die bereits eine Vielzahl von Projekten betreut haben. Sie bringen im Optimalfall außerdem Erfahrung aus der Branche des Kunden mit. Von der Idee bis zur Marktreife
bis zur Entsorgung – produzierende
Unternehmen werden mit immer
kürzeren Produktlebenszyklen konfrontiert,
die immer kürzere Entwicklungszeiten
erzwingen. Vor diesem
Hintergrund bietet das Product Lifecycle
Management (PLM) ein umfassendes
Konzept zur ganzheitlichen
Steuerung und Verwaltung aller
produktbezogenen und prozessrelevanten
Daten über den gesamten
Produktlebenszyklus hinweg. Dabei
stehen die Steigerung der Produktivität
und Profitabilität – und damit
auch der Wettbewerbsfähigkeit – im
Zentrum der Unternehmensaktivitäten. Dazu ist es notwendig, den gesamten
Produktlebenszyklus über
Abteilungsgrenzen hinweg integriert
zu steuern, jederzeit Zugriff
auf alle relevanten und konsistenten
Daten zu haben und auch für
die bereichs- und unternehmensübergreifende
Zusammenarbeit mit
Partnern oder Lieferanten über eine
leistungsstarke Plattform zu verfügen.
Kurzum: Handfeste PLM-Strategien
sind wichtiger denn je. Die
Theorie war gestern, heute müssen
diese Strategien umgesetzt werden
und sich deutlich auf den Unternehmenserfolg
auswirken. Diese Anforderungen
verunsichern aber auch
viele Entscheider in den Unternehmen.
Guter Rat ist gefragt.  PLM mit KonzeptAls Orientierungshilfe bietet
sich hier beispielsweise der Leitfaden
„Product Lifecycle Management“
des VDMA an. Dieser beschreibt die
methodische Vorgehensweise zur
Erstellung eines unternehmensspezifischen
PLM-Konzeptes. Er
gliedert den Gesamtprozess in die
Hauptphasen der Produktentstehung
und zeigt, wie diese Phasen
von der Produktplanung bis hin zur
Demontage und Entsorgung mittels
tabellarischer Prozessstammblätter
erfasst werden können. Zusätzlich
werden »Prozesse, Methoden und
Werkzeuge« (PMW) vorgestellt,
die in den jeweiligen Phasen zum
Einsatz kommen. Diese sind über
die so genannten PMW-Steckbriefe
beschrieben und über ein fünfstufiges
Bewertungsschema messbar
dargestellt. Aufgelistet werden
die typischen PDM-Steckbriefe wie
das »Änderungsmanagement«, die
»CAx-Integration« und die »ERPKopplungen«. Dieses Verfahren besitzt eine
äußerst strukturierte Form und ermöglicht
eine prozesstechnische
Bewertung des gesamten Produktlebenszyklus.
Dabei muss jedes
Unternehmen seine Anforderungen
und seinen Bedarf individuell für
sich bestimmen. Das vorgestellte
Verfahren ist hierfür als zuverlässiges
Werkzeug anzusehen. Jedoch
besitzt es durch seine Kompaktheit
eine gewisse Komplexität und erfordert
einen sachkundigen Anwender
oder Berater, der mit den einzelnen
Prozessbeteiligten die jeweiligen
Analyse- und Bewertungsschritte
vornimmt. An dieser Stelle bietet
sich der Kontakt zu Dienstleistern
im PLM-Umfeld an, die sich auf
diese Thematik spezialisiert haben. -sg-  Prof. Dr. Thomas Straßmann, Dortmund Manfred Boczanski, Oberhausen Wie hoch ist der Nutzwert des Product Lifecycle Managements in produktentwickelnden Unternehmen des Maschinenbaus? Zur besseren Quantifizierung der Nutzenpotenziale wurden im Rahmen einer Studie die Manager und IT-Verantwortlichen von 40 kleinen und mittleren Unternehmen des Maschinenbaus befragt und deren Antworten analysiert. Die deutsche Wirtschaft erholt
sich von der Krise. So wird für
dieses Jahr ein Wachstum von 3,4
Prozent erwartet. Auch der deutsche
Maschinenbau schraubt seine Produktionsprognose
nach oben und
verdoppelte angesichts der kräftigen
Erholung seine Zahlen für 2010. Dabei
steigen die Anforderungen des
Marktes immer mehr. Neue Produkte
werden zunehmend komplexer und
sind in immer kürzer werdenden Entwicklungszyklen
auf den Markt zu
bringen. Dies führt zu einer immer
höher werdenden Individualisierung
der Produkte, um den verschiedenen
Marktanforderungen gerecht zu werden.
Zusätzlich nimmt die Teilevielfalt
in der Produktentwicklung durch
Neu- und Änderungskonstruktionen
beständig zu.
Nur durch den Einsatz innovativer
Methoden und Techniken ist es
den Unternehmen möglich, sich diesen
Herausforderungen im Vergleich
zum internationalen Wettbewerb zu
stellen. 3D-CAD-Systeme sind heute
Stand der Technik im Konstruktions-
und Entwicklungsprozess. Diese
Modell-Erzeugersysteme werden
zur Basisgenerierung der digitalen
Produktbeschreibung genutzt. Zur Informationsverwaltung
der in der Entwicklung
in immer größer werdender
Menge erzeugten Daten werden heute
durchgängig Modell- und Datenverwaltungssysteme
eingesetzt, die
als PDM-Systeme bezeichnet werden.
Product-Data-Management-Systeme
sind nach der aus 2002 stammenden
VDI-Richtlinie 2219 „technische Datenbank-
und Kommunikationssysteme,
die dazu dienen, Informationen
über Produkte und deren Entstehungsprozesse
konsistent zu speichern,
zu verwalten und transparent
für alle relevanten Bereiche eines Unternehmens
bereitzustellen“.  PDM – die Basis für PLMHeute ist zu erkennen, dass die
erstellten und im PDM-System verwalteten
Produktmodelle vollständig
in die Unternehmensabläufe zu
integrieren sind. Dies führt dazu,
dass immer mehr IT-Systeme mit
unterschiedlichsten Aufgabestellungen
vernetzt werden. Die damit
verbunden unternehmens- und prozesstechnischen
Herausforderungen
sind das als Strategie bekannte Product
Lifecycle Management (PLM).
Dieses in der Großindustrie schon
seit langem gesetzte Thema findet
zunehmend mehr auch im Bereich
der kleineren und mittleren Unternehmen
(KMU) Beachtung.  Abbildung 2: Erhebliche Defizite im Bereich der Informationsbeschaffung sehen viele Unternehmen als große Herausforderung. In den vergangenen Jahren wurden
zur Unterstützung der Funktionsbereiche
sowohl betriebswirtschaftliche
als auch technisch orientierte
IT-Systeme implementiert. Dabei ist
verstärkt zu beobachten, dass dies
oftmals völlig getrennt voneinander
erfolgte. Die große Zahl der Einzelsysteme
birgt ein erhöhtes Fehlerpotenzial,
das im schlimmsten Fall hohe
Kosten und einen großen Imageverlust
mit sich bringen kann. Mögliche
Fehlerquellen sind unter anderem
Schnittstellen- und Datenhaltungsprobleme.
Zur Unterstützung einer
durchgängigen Lösung sind die Inseln
über geeignete Mechanismen
sowohl softwaretechnisch als auch
prozesstechnisch zu koppeln. PDMSysteme
bilden hierfür eine hervorragende
Basistechnologie innerhalb
der informationstechnischen Gesamtinfrastruktur
eines Unternehmens. Die Definition und Umsetzung
einer PLM-Strategie ist gerade für
KMU mit erheblichen Risiken verbunden.
Daher ergibt sich verstärkt
die Frage nach dem Nutzen von
PLM für diese Unternehmen. Dem
gegenüber steht die Bewertung der
kommerziellen ERP-Systeme. Ist es
in den meisten Fällen unstrittig,
dass der Aufbau und Betrieb eines
ERP-Systems kosten- und zeitintensiv
ist, so wird dies im PLM-Umfeld
zumeist nicht so gesehen. Es ist für
die meisten Unternehmen heute
fast eine Selbstverständlichkeit mit
einem ERP-System zu arbeiten. Bei
der Auswahl entscheiden Preis und
Leistungsfähigkeit der angebotenen
Systeme, an dem Nutzen für
das Unternehmen wird oft gar nicht
gezweifelt. Das gleiche gilt für den
Einsatz der PDM-Systeme als lokale
Werkzeuge des Engineerings. Dem
gegenüber erhalten die unternehmensweiten
Vorteile einer auf der
Basis des PDM-Systems beruhenden
PLM-Strategie erst seit wenigen Jahren
den notwendigen Fokus. Recherchiert man heute in der
Literatur oder im Internet nach „Nutzen
PDM“, so erhält man eine Menge
von möglichen Nennungen wie die
Verringerung der Durchlaufzeiten und
Entwicklungskosten, die Reduzierung
der Teilevielfalt, eine bessere Kostenkontrolle
durch das Beschleunigen
der Geschäftsprozesse, den Aufbau
einer Wissensdatenbank, Sicherheit
bei der Änderungs-Verfolgung, die
redundanzfreie Datenablage oder
auch die automatische Datensicherung
und -archivierung, um nur einige
Punkte zu nennen. Keines diese
Merkmale beziffert aber einen wirklichen
monetären Nutzen. Es ergibt
sich jedoch eine wichtige Erkenntnis:
Der überwiegende Nutzen wird im
Bereich des Engineering genannt. Zur
besseren Quantifizierung der Nutzenpotenziale
wurden im Rahmen einer
Studie die IT-Verantwortlichen von
40 kleinen und mittleren Unternehmen
des Maschinenbaus im letzten
Jahr befragt. Die hier erfassten Zahlen
sind statistisch nicht verbrieft, dienen
jedoch als Anhaltspunkte für eine
Trend- und Bedarfsprognose. Das Thema PLM besitzt heute für
die meisten Unternehmen einen hohen
Stellenwert. Auf einer Skala von
Null bis Zehn sollten die Unternehmen
einen Priorisierung zu der Frage
vornehmen, wie wichtig den Unternehmen
das Thema PLM für ihre Unternehmensstrategie
ist. Keinem der
befragten IT-Manager war das Thema
PLM unbekannt. Nur zehn Prozent der
Antworten lagen im unteren Bereich
zwischen Null und Drei. Dies wird unter
anderem dadurch begründet, dass
Unternehmen das Thema schon umgesetzt
haben beziehungsweise dass
aufgrund der wirtschaftlichen Lage
andere Themen derzeitig eine höhere
Priorität besitzen. Mehr als Dreiviertel
der Nennungen (76 Prozent) lagen in
der oberen Hälfte der Skala. Hieraus
kann man ablesen, dass das Thema
PLM nicht als so genanntes „Modethema“
abgetan wird, sondern dass
die existenzielle Notwendigkeit des
Handelns und des damit verbundenen
wirtschaftlichen Nutzen absolut
fokussiert wird.   Abbildung 3: Der Produktentwicklungsprozess und das Änderungsmanagement haben höchste Priorität bei PLM-Projekten. Für das Product Lifecycle Management
ist ein strukturiertes Vorgehen
unumgänglich. PLM kann
aufgrund der Komplexität nicht als
käufliches Produkt erworben werden.
Vielmehr ist PLM als eine Strategie
zu verstehen. Diese ist durch geeignete
technische und organisatorische
Maßnahmen betriebsspezifisch umzusetzen.
So müssen die Entwicklungsabteilungen
vollständig in die Unternehmensprozesse
integriert werden,
damit die richtigen Informationen
frühzeitig an der zutreffenden Stelle
mit dem korrekten Informa tionsgehalt
verfügbar sind. Daraus ist abzuleiten,
dass die Unternehmensprozesse
nicht nur definiert sondern auch gelebt
werden müssen. Doch wie definieren Unternehmen
ihre PLM-Strategie? Was sind
die Entscheidungsmerkmale und
worauf begründen sich die gesteckten
Ziele? Jedes Unternehme agiert
anders und hat somit unterschiedliche
Schwerpunkte und Prozesse. Es
ist ein mehrstufiger, ineinander verzahnter
Prozess erforderlich, um PLM
in einem Unternehmen umzusetzen.
Der Aufbau eines unternehmensspezifischen
Product Lifecycle Management
vollzieht sich in mehreren
Schritten. Für die Strategieerstellung
sind neben dem Bewusstsein einer
möglichen Veränderung die Zieldefinitionen
der entscheidende Inhalt.
Zur Erstellung eines PLM-Konzeptes
sind neben der Aufnahme der Engineering-
Anforderungen zusätzliche,
eindeutige Analysen und
Beschreibungen aller am Produktentstehungsprozess
beteiligten Abteilungen
erforderlich. Dazu werden
die bei der Strategieerstellung noch
produktneutral aufgestellten Anforderungen
als Basis für eine Projektplanung
genutzt. Zu bedenken ist,
dass sich aus den Anforderungen
und Zielen nicht nur IT-Konzepte
ergeben. Für ein PLM-Projekt ist es
unerlässlich, erforderliche und ganzheitliche
Maßnahmen für die Komponenten
„Mensch, Technologie und
Prozesse“ abzuleiten.   Abbildung 4: Dass der Integration von 3D- und ERP-Daten eine hohe Priorität zukommt, verwundert nicht, im Bereich Office-Daten allerdings sehr. PLM-Beratung ist gefragtDa das Erstellen einer PLMStrategie
mit dazugehörigem PLMKonzept
zumeist nicht zu den Kernkompetenzen
eines klassischen
Maschinenbauunternehmens gehört,
sollten gerade kleine und mittelständische
Unternehmen hierfür die
Unterstützung externer Beratungsunternehmen
nutzen. Zur Feststellung
der Investitionsbereitschaft
dieser Unternehmen wurde an die
Manager die folgende Frage gestellt:
„Wie viel externe Beratung würden
Sie für eine PLM Strategie investieren?“.
Aufgrund bestehender Beratererfahrungen
standen folgende
drei Bereiche zur Auswahl: weniger
als 7.500 Euro, mehr als 15.000 Euro
und der dazwischenliegenden Bereich.
Nur eine geringe Menge (15
Prozent) der Befragten war bereit, für
das von den Unternehmen mit einer
hohen Priorität genannte Thema PLM
initial mehr als 7.500 Euro in externe
Beratung zu investieren. Den Unternehmen ist bewusst,
dass ein allgemeiner Handlungsbedarf
besteht. Die Ergebnisse einer Strategieberatung
werden zumeist jedoch
als unkonkret eingeschätzt. Dem gegenüber
werden für Beratungsdienstleistungen
im ERP-Umfeld bedeutend
größere Summen kontengiert, da hier
der zu erwartende Nutzen dem Management
schon frühzeitig bekannt
ist. Zusätzlich ist die unternehmensweite
Tragweite des Themas ERP unbestritten
und somit als existenziell
anerkannt. Dass PLM für produktentwickelnde
Maschinenbauunternehmen
einen gleichen Stellenwert
besitzt, wird den Unternehmen erst
langsam bewusst. Daher ist die Darstellung
des Nutzens einer der wichtigsten
Beratungsdienstleitungen
zum Projektstart. Dies zeigt auch das
Ergebnis der geänderten Befragung
nach der Investitionsbereitschaft für
eine Beratung mit integrierter Nutzwertanalyse
und ausgewiesenem ROI
(Return on Investment). Hierfür würden
über 50 Prozent der Befragten einen
Betrag zwischen 7.500 Euro und
15.000 Euro investieren.   Abbildung 5: Für rund 70 Prozent der befragten Unternehmen sind bessere und sichere Prozesse die wichtigsten Kriterien für PLM-Projekte. Nutzenpotenzial von PLMAuf die Frage nach dem geschätzten Nutzenpotenzial von PLMSystemen (Abbildung 2) haben 25 Prozent aller befragten Unternehmen angegeben, dass es erhebliche Defizite im Bereich der Informationsbeschaffung gibt. Dies führt zu erheblichen Mehrarbeiten und Zeitverzögerungen in den Unternehmensprozessen. Dass die meisten Informationen im Unternehmen verfügbar sind, ist den Befragten bewusst. Es fehlt die Transparenz und das Wissen, zur richtigen Zeit die richtigen Informationen zu erhalten. An zweiter Stelle haben daher 13 Prozent der Befragten die Mehrfacheingabe von Daten und Informationen als Potenzial beziffert, da dies ebenfalls zu überflüssigen Arbeitszeiten führt. Aus diesen Ergebnissen, kann man zusätzlich ablesen, dass viel Nutzenpotenzial im Bereich der Prozesse vorliegt. Meist genannt ist mit fast 15 Prozent der Änderungsprozess. Der Blick auf die Priorisierung nach Prozessen macht dieses sehr deutlich. Gliedert man die Prozessphasen des Produktentstehungsprozess nach dem vom VDMA vorgeschlagenen Schema, so ergibt sich bei den Befragten das in Abbildung 3 dargestellte folgende Ranking. Jeweils mit zehn Punkten wurden die Prozesse „Produktentwicklung“ und „Änderungsmanagement“ genannt. Setzt man die Prioritäten in Relation zu den Nutzenpotenzialen, so wird sehr schnell klar, wo die Defizite liegen: Der Produktentwicklungsprozess und das Änderungsmanagement werden von einem hohen Aufwand für die Informationsbeschaffung begleitet. Die Informationsbereitstellung und das Variantenmanagement sind hierbei weitere Themen, ebenso wie die Probleme der doppelten Dateneingaben, die dadurch bedingt sind, dass die Informationen in vielen verschiedenen Systemen vorliegen oder dort abgelegt werden müssen. Insofern lohnt sich der Blick auf die Frage, wo im Bereich Datenintegration die Prioritäten gesetzt werden. Wie Abbildung 4 zeigt, wurden hier mit Abstand die 3D-CAD-Integration, die ERP-Integration sowie die Officeund E-Mail-Integration genannt. Während man die Erstgenannten erwarten konnte, überrascht ein wenig die E-Mail-Integration. Hieran sieht man, welche Bedeutung heute die elektronische Post im Produktentstehungsprozess besitzt. Als Selbstverständlichkeit ist die Integration von 3D-CAD-Systemen zu sehen, genauso wie die Integration von ERP-Systemen. Die Anforderung an die Ausprägung beziehungsweise Merkmale ist allerdings sehr unterschiedlich. Doch auch hier gibt es eine einheitliche Anforderung: Der Prozess muss effektiver und sicherer werden. Auch die Priorität bei der Office-Integration überrascht auf den ersten Blick nicht. Schaut man sich die Merkmale dieser Anforderung genauer an, so wird schnell deutlich, dass hier mehr als nur eine Integration gefordert wird. Mittelfristig werden die Funk tionen eines kompletten Dokumenten-Management-Systems mit Volltextsuche und sicherer Langzeitarchivierung gefordert, um nur einige Beispiele zu nennen. Gefragt nach den Zielen einer PLM-Einführung, haben sich rund 70 Prozent der befragten Unternehmen für bessere und sichere Prozesse entschieden, wie Abbildung 5 zeigt. Auffallend hoch ist hier noch der Anteil von „Anderen Zielen“ mit 50 Prozent! Das zeigt zum einen, dass PLM eine sehr unternehmensspezifische Strategie erfordert, es zeigt aber auch, dass in vielen Unternehmen aus dem KMU-Bereich der Begriff PLM/PDM gleichgesetzt wird mit: „Problem-Lösung der Mängel“. Dies meint, dass alles, was andere Systeme bisher nicht lösen konnten, jetzt das Product Lifecy cle Management richten muss. Dass dies nicht der Fall sein kann, sollte jedem Unternehmen bewusst sein. Dabei gibt es in den klassischen PLM-Disziplinen genug zu tun.  Hohe Priorität für ProzessoptimierungFür eine PLM-Strategie spielt
PDM eine entscheidende Rolle,
denn hier entstehen viele Daten
und Informationen, die im gesamten
Prozess benötigt werden. Wer
also in der glücklichen Lage ist,
PDM neu einführen zu können, sollte
zuvor seine gesamten Unternehmensziele
definieren und die dazu
notwendigen Prozesse analysieren
und beschreiben. Im Weiteren
sollten neben Meilensteinen und
funktionalen Anforderungen auch
ganz klar die Erwartungshaltungen
als PLM-Strategie festgeschrieben
werden. Hieraus lassen sich dann
auch die Nutzwerte und, bezogen
auf die zu erwartenden Aufwände,
die Wirtschaftlichkeit und der zu erwartende
ROI der geplanten Lösung
bestimmen. Treffend umschreibt
den Handlungsbedarf das Zitat von
Ford-Motors: „Es stellt sich nicht die
Frage, ob ich mir PDM leisten kann,
sondern vielmehr, ob ich es mir leisten
kann, ohne PDM zu arbeiten.“
(Cimdata-Konferenz 1999). -sg- |  |  PLM IT Business IN SOCIAL NETWORKSThemen in CAD-CAM REPORT Nr. 4 | April 2012Das "PLM-Jahrbuch" ist das Nachschlagewerk für alle Themen rund um das Product Lifecycle Management (PLM). >>Gleich bestellen<<  VideosAt Piaggio Group the complexities of managing multiple brands, globally distributed development teams and large partner networks are made easy with PLM.  The inside track to success.  PLM IT Business NewsletterUnser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren!  RSS Feed unseres Partners SCOPE ONLINE |  |