  Schneller und vor allem besser fertigen Modell eines Turbinenrotors in der CAD/CAM-Software Pictures by PC von Schott Systeme: Per 5-Achs-Simultan-Fräsen konnte damit Krüger Erodiertechnik dieses Bauteil innerhalb kurzer Zeit aus dem Vollen fräsen. (Bild: CAD-CAM REPORT) Wer wissen will, wie er schneller zu besseren Bauteilen kommt, kann sich nachfolgend einen ersten Überblick über 28 Software-Pakete verschaffen, die unsere Marktübersicht zum Thema Thema Computer Aided Manufacturing (CAM) listet. Aktuell beleuchtet den weltweiten CAM-Markt auch eine Studie der Marktforscher von Cimdata. Fazit: Nach Einnahmen 2010 liegen Dassault Systèmes und Siemens PLM Software vorn, doch im Markt tummeln sich deutlich mehr Anbieter. Mit der Modellierung von Bauteilen im 3D-CAD-System haben die Konstrukteure ihre Arbeit zunächst geleistet. Jetzt kommen die Fertigungsspezialisten dazu, um die Steuerprogramme für die Werkzeugmaschinen zu erstellen - erst dann kann gefräst, gedreht und gebohrt werden. Das sind die klassischen Aufgabenfelder von CAM-Lösungen. Doch viele beherrschen auch andere Fertigungsarten wie etwa das Erodieren
oder das Schleifen. Eine erste Übersicht liefert die nachfolgende Tabelle, detaillierter sind einige der am Markt erhältlichen CAM-Pakete nachfolgend beschrieben. Die Anbieter sind bestrebt,
ihre Lösungen immer leistungsfähiger
zu machen – und das müssen
sie auch, denn das Gros der
CAM-Anwender muss immer anspruchsvollere
Teile noch schneller
und in noch besserer Qualität
herstellen. Die Bearbeitungsstrategien
und ihre Umsetzung durch
die CAM-Systeme spielen hier
eine wesentliche Rolle. Wer sich
nicht allein auf das verlassen
möchte, was er am Bildschirm
sieht, sollte nach der Möglichkeit
von Workshops fragen. Sie sind
eine gute Möglichkeit, vor allem
auch das Zusammenspiel von
CAM-Software, Postprozessor und
Werkzeugmaschine auf Herz und
Nieren zu prüfen. Interessanterweise finden
sich im CAM-Markt noch deutlich
mehr Anbieter als beispielsweise
im CAD-Bereich. „Obwohl es auch
hier zu Zusammenschlüssen und
Akquisitionen kommt, bleibt der
Markt für CAM-Software hochfragmentiert
und er ist stark vom
Wettbewerb geprägt", sagt Alan
Christman, Chairman des amerikanischen
Marktforschungsunternehmens
Cimdata und seit Längerem
Autor der NC-Markt-Analyse,
die jüngst aktualisiert für das
Jahr 2010 veröffentlicht wurde.
"Es gibt weder einen einzelnen
noch eine Gruppe von Anbietern,
die den Markt weltweit beherrschen."
Entsprechend schwer fällt
den Amerikanern deswegen das
Ranking der rund 50 betrachteten
Anbieter - je nachdem, welcher
Aspekt im Vordergrund steht. Für 2010 nennt Cimdata beispielsweise
Dassault Systèmes
als Marktführer hinsichtlich der
direkten Einnahmen und der
Ausgaben der Endanwender für
CAM-Software und Dienstleistungen.
Bei Betrachtung der ausgelieferten
Arbeitsplätze liegt
dagegen Planit Holdings vorn
- genauso wie hinsichtlich der
installierten Arbeitsplätze in der
Industrie. Auch Siemens PLM
Software (bezüglich der ausgelieferten
Sitze nach Marke) oder
CNC Software mit der Lösung
Mastercam (hinsichtlich der
meisten installierten Sitze in der
Industrie und in der Ausbildung
nach dem Systemnamen) werden
genannt. Als am schnellsten
wachsendes Unternehmen
machen die Marktforscher C&G
Systems Inc. aus, hervorgegangen
aus dem Zusammenschluss
von Graphic Products Japan und
Computer Engineering Inc. Betrachtet man nur die direkten
Einnahmen der Anbieter
in 2010, ergibt sich nach den
Erkenntnissen von Cimdata folgendes
Bild: Die führenden zehn
Unternehmen sind dann Dassault
Systèmes, Siemens PLM Software,
Delcam, Planit Holdings,
PTC, Tebis, Cimatron, Open Mind
Technologies, C&G Systems und
CNC Software. Mit zusammen fast
einem Drittel Marktanteil (rund 30
Prozent) können sich hier auch
Dassault Systèmes and Siemens
PLM Software klar als Marktführer
positionieren, die anderen acht
kommen zusammen auf über 37
Prozent (siehe Grafik). Hinsichtlich der ausgelieferten
Sitze ändert sich die Reihenfolge:
Nun liegt Planit Holdings
vorn, gefolgt von Delcam, Siemens
PLM Software, Dassault Systèmes
und CNC Software. Gegenüber den
Einnahmen machen sich hier die
unterschiedlichen Kosten pro Arbeitsplatz
bemerkbar. Betrachtet
man die einzelnen Marken, führt
Siemens PLM Software mit NX vor Dassault Systèmes mit Catia, CNC
Software mit Mastercam und PTC
mit Creo Parametric (ehemals
Pro/Engineer) gefolgt von Planit
Holdings mit Edgecam. 2010 wuchsen - verglichen
mit 2009 - nach Angaben von
Cimdata C&G Systems, Solidcam,
Geometric Technologies, CG Tech
und CNC Software am stärksten.
Interessant: Die Marktforscher
sehen hier 2011 Solidcam, Geometric
Technologies, Delcam, CG
Tech und Cimatron vorn. Für weitere
Auswertungen sei auf Version
20 des 'NC Market Analysis
Report' von Cimdata verwiesen.
Kontakt: Cimdata,
Tel. +31 (0) 495 533 666
info@cimdata.com -co-   Die Marktanteile der CAM-Software-Anbieter 2010 nach direkten Einnahmen. (Quelle: Cimdata)  Entscheidungsgrundlage für die CAM-Auswahl Die geschickte Kombination von Programmier-System, Werkzeugen und Maschinen ermöglicht es, bestmögliche Fertigungsergebnisse zu erzielen. (Bilder: Kaiser Werkzeugbau/Open Mind) Um anspruchsvolle Teile schneller und in noch besserer Qualität herstellen zu können, stehen viele Fertigungsbetriebe vor der Frage, mit welchem CAM-System sie die Bearbeitung am besten rogrammieren. Das gilt insbesondere auch für Drehfräszentren zur Komplettbearbeitung. Das Problem ist, dass man sich nicht allein auf das verlassen kann, was man am Bildschirm sieht. Workshops sind eine gute Möglichkeit, das Zusammenspiel von CAM-Software, Postprozessor und Maschine zu prüfen. Die wachsende Nachfrage
nach Drehfräszentren aller Art führt
dazu, dass auch die CAM-Hersteller
diese Technologie unterstützen.
Doch nicht alles, was in Demos gut
aussieht, funktioniert auch nachher
in der Praxis. Denn dort will
man natürlich die Möglichkeiten
und den Funktionsumfang der
Drehfräszentren voll ausschöpfen.
Das erfordert nicht nur spezielle
Programmierfunktionen, beispielsweise
um die Bearbeitungsoperationen
zu synchronisieren, sondern
auch leistungsfähige, auf die
jeweilige Maschine abgestimmte
Postprozessoren. Die Entscheidung für ein bestimmtes
CAM-System beziehungsweise
einen Systemlieferanten
fällt Fertigungsbetrieben nicht
leicht, denn die klassischen Werkzeuge
zur Systemauswahl wie der
Benchmark sind für die CAM-Auswahl
nur eingeschränkt tauglich.
Während der Konstrukteur durch
einen Systemvergleich vielleicht
noch feststellen kann, ob er mit
dem einen oder anderen CAD-System
schneller zum gewünschten
Ziel kommt, ist der Vergleich von
verschiedenen CAM-Systemen ungleich
schwieriger. Denn die Frage
ist, was man vergleichen soll. „Die
Zeit, die der Programmierer für die
Erstellung eines NC-Programms
benötigt, ist kein besonders aussagekräftiges
Kriterium“, betont etwa
Jørgen Lorenzen, Geschäftsführer
von Missler-Vertriebs partner Adequate
Solutions. Denn man könne
zum Beispiel eine viereckige Tasche
auf unterschiedliche Arten ausräumen.
„Wenn ich sie mit Schleifen
abfahre statt in eckigen Bahnen,
dauert die Programmierung länger,
aber dafür spare ich Bearbeitungszeit,
schone Maschine und Werkzeug
und erhalte im Endeffekt ein
Werkstück von besserer Qualität.“  Drehfräszentren ermöglichen die Komplettbearbeitung komplexer Bauteile. Um die Möglichkeiten und den Funktionsumfang dieser Werkzeugmaschinen voll auszuschöpfen, muss die CAMSoftware entsprechende Strategien unterstützen. (Bilder: Adequate) Postprozessor zum TestenWie gut ein CAM-System für eine bestimmte Maschine geeignet ist, zeigt sich letztlich erst, wenn das fertige Teil auf dem Tisch liegt. Und: Die beste Bearbeitungsstrategie nützt wenig, wenn man nicht in der Lage ist, sie unter Berücksichtigung der Maschinenparameter zuverlässig in den entsprechenden Maschinencode umzusetzen – auf die Qualität des Postprozessors kommt es dabei an. Dessen Unzulänglichkeiten sind in vielen Fällen der Grund dafür, dass sich die produktive Nutzung neu eingeführter Drehfräszentren um Wochen und manchmal Monate verzögert, wie Lorenzen sagt. Postprozessoren seien einfach keine Standardprodukte. „Aufgrund der zunehmenden Komplexität der Maschinen einerseits und der Vielzahl an kundenspezifischen Konfigurationsmöglichkeiten andererseits sind immer Anpassungen erforderlich, die auf Seiten des Systemlieferanten ein profundes Maschinen-Knowhow erfordern.“ Um sicherzustellen, dass die Qualität des Postprozessors den Anforderungen entspricht, eignen sich vor allem Workshops, in deren Rahmen man die Maschinenanbindung testen kann. Workshops, wie sie etwa Adequate anbietet, dauern je nach Komplexität der Kundenanforderungen und den erforderlichen Vorbereitungen im Bereich der Informationstechnik zwischen ein bis zwei Tagen. Der Ablauf sieht normalerweise so aus, dass der Interessent zunächst ein 3D-Bauteil modell zur Verfügung stellt. Für dieses wird dann nach seinen Vorgaben bezüglich Werkzeugen, Maschine, Materialien und Bearbeitungsstrategie die Dreh- und Fräsbearbeitung programmiert. Die NC-Programme werden zunächst am Computer simuliert, um Kollisionen und andere Fehler auszuschließen. Vor dem Postprocessing der Programme nehmen die CAM-Spezialisten meist noch einige grundlegende Anpassungen des Postprozessors an die jeweilige Maschinenkonfiguration vor, um eine fehlerfreie Bearbeitung zu gewährleisten. Dann wird der postprozessierte NC-Code auf die Maschine geschickt, so dass der Interessent am Ende des Tages ein fertiges Teil in der Hand hält. Dadurch, dass nicht irgendein Demo-Teil, sondern ein konkretes Bauteil des Kunden programmiert wird, kann die Qualität der Bearbeitung viel einfacher beurteilt werden. Zudem ist sichergestellt, dass die CAM-Lösung nicht nur am Rechner funktioniert, sondern auch in der realen Maschinenwelt. Auch für Anbieter wie Adequate sind solche Workshops von Nutzen, denn auf diese Weise lernen sie die Anforderungen des Anwenders und seine Prozesse kennen, bevor es an die eigentliche Implementierung der CAM-Lösung und das Feintuning der Postprozessoren geht – was die Systemeinführung beschleunigt. Übrigens: Obwohl Schulung und Weiterbildung nicht Gegenstand der Workshops sind, kann der Interessent dabei den erfahrenen CAM-Spezialisten über die Schulter schauen und sehen, wie sich das Bauteil am effektivsten programmieren lässt. Michael Wendenburg ist Fachjournalist in Sevilla.   Die CAM-Systeme der einzelnen Hersteller unterstützen unterschiedliche Fertigungstechnologien. (Grafik: CAD-CAM-Report)  |  |  Video: Siemens PLM SoftwareRed Bull Formula Racing One Team  Themen in CAD-CAM REPORT Nov./Dez. 2011PLM IT Business NewsletterUnser Newsletter informiert Sie über die wichtigsten Neuigkeiten, Produktentwicklungen und Trends aus der Branche. Jetzt kostenlos registrieren!  PLM IT Business IN SOCIAL NETWORKSMultimediaSuche nach geometrisch ähnlichen oder identischen Teilen mit dem Klassifikationssystem BCT aClass & Geolus  Automatischer Vergleich verschiedener Zeichnungsrevisionen mit grafischer und tabellarischer Kennzeichnung der Änderungen  engine Magazin: Getting Bigger and BiggerSome people start a company and want to stay small. Skilled craftspeople may be happy making astrolabes for a specialist clientele, for example, or making custom-made furniture...  RSS Feed unseres Partners SCOPE ONLINE |  |