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Dokumentenmanagement, 04-2009

Mit Werkstoffdaten sparen

Das Verwalten von Werkstoffdaten führt oft zu einem hohen Aufwand, trotzdem nutzen nur wenige Unternehmen eine entsprechende Inhouse-Lösung (Bild: Werkstoffzentrum Rheinbach).
Laut einer Studie zur Werkstoffdaten-Verwaltung könnte die Industrie über 500 Millionen Euro jährlich einsparen. Rund 90 Prozent der deutschen Unternehmen schätzen zwar den Nutzen einer Inhouse-Lösung für die Werkstoffdaten-Verwaltung als hoch ein, aber nur 23 Prozent schöpfen die Einsparpotentiale aus.

Gute Nachrichten für die deutsche Industrie. Bei der Werkstoffdaten-Verwaltung (WDV) verfügt das produzierende Gewerbe noch über erhebliche Einsparpotentiale. Allein durch den Einsatz einer integrierten Inhouse-Lösung für WDV ließen sich hierzulande über 500 Millionen Euro jährlich einsparen. Laut einer aktuellen Studie zur Werkstoffdaten-Verwaltung (WDV), die das Beratungshaus und Systemintegrator ECS Engineering Consulting & Solutions in Auftrag gegeben hat, ist eine klare Mehrheit von 57 Prozent dieser Meinung. Für die hohen Einsparpotentiale gibt es laut ECS eine einfache Erklärung: Durch die Nutzung einer Inhouse-Lösung vereinfacht und automatisiert sich das ansonsten recht aufwendige, weil größtenteils manuelle Management der Werkstoffdaten für die Anwender um ein Vielfaches. Dies führt zu erheblichen Einsparungen in punkto Zeit und Kosten.

Demnach verwundert es nicht, dass 90 Prozent der Befragten den Nutzen einer Inhouse-Lösung als hoch oder sehr hoch einschätzen. Trotz dieser großen Zustimmung verwendet bisher nur eine Minderheit von 23 Prozent eine solche Software. Weitere 24 Prozent planen zumindest einen Einsatz. Bei mehr als der Hälfte (53 Prozent) der deutschen Industrieunternehmen ist jedoch weder eine Lösung bisher implementiert noch deren Einsatz geplant. Wird eine Inhouse-Lösung bereits genutzt, so verfügt sie zudem bei drei Vierteln der Anwender (75 Prozent) über eine hohe Akzeptanz. Für die Betriebe, die besagte Software nutzen, ist die Integration dieser in die Geschäftsprozesse zudem sehr wichtig und wurde dementsprechend von 75 Prozent der Befragten umgesetzt.

Unzufrieden mit dem Ist-Zustand

Moderne Inhouse-Lösungen für WDV fungieren laut ECS in diesem Zusammenhang als Integrationsplattform auf Basis von SOA für zahlreiche andere Applikationen wie beispielsweise ERP-Systeme, Qualitäts-Management-Anwendungen und PLM.
Laut ECS-Studie herrscht eine große Unzufriedenheit bei den Anwendern hinsichtlich des Ist-Zustands bei der manuellen WDV. Eine eindeutige Mehrheit von 85 Prozent ist entweder nur noch teilweise oder gar nicht mehr damit zufrieden, dass sie ihre Werkstoffdaten weiterhin per Hand erfassen muss. Nur 15 Prozent beklagen sich nicht über die manuelle Bearbeitung. »Die Studienergebnisse zeigen die großen Einsparpotentiale auf, die eine optimierte Verwaltung der Werkstoffdaten mit sich bringt. Gerade in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise gilt es, trotz knapper Budgets so effizient wie möglich zu arbeiten«, betont Peter Teckentrup, COO bei ECS. Die Anzahl der Betriebe, die bereits eine Inhouse-Lösung für WDV einsetzen, sei zwar noch verhältnismäßig gering. Bei den Betrieben, die noch keine Inhouse-Lösung für WDV einsetzen, sei jedoch auffällig, dass es eine Mehrheit an unzufriedenen Anwendern gibt. »Diese versprechen sich von solch effizienten Lösungen zukünftig einige entscheidende Vorteile«, da ist sich Teckentrup sicher. -sg-

ECS GmbH, Neumarkt Tel. 09181/4764-0, www.ecs-international.de

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